das 

schnee

maedchen

EIN UNBEKANNTES MEISTERWERK

So bekannt die weihnachtlichen Figuren Väterchen Frost und seine Begleiterin, Snegurochka, aus Rußland auch im deutschsprachigen Raum sind, so unbekannt ist ihre Geschichte. Unser Opernspiel entführt die jungen Zuschauer in die phantastische Welt der slawischen Mythen und Märchen.  In der Märchensammlung von Alexander Afanassjew, dem russischen "Grimm" erstmalig aufgeschrieben und später von Alexander Ostrowski für die Bühne bearbeitet, verlieh P. Tschaikowski dem Stoff musikalische Gestalt. Leider erklingen diese Melodien hierzulande nur selten auf der Bühne, weshalb wir sie für unsere kindgerechte Fassung verwenden werden. 

EIN WUNDERBARES MÄRCHEN

Unter Rückgriff auf dieses meisterliche Material macht die märchenhafte Adaption der Operwerkstatt am Rhein die Geschichte von "Snegurochka" erstmalig einem jungen Publikum zugänglich. Dabei vereint und berührt die Inszenierung die großen Themen rund um Winter und Weihnacht: Liebe, Menschlichkeit, Hingabe - aber auch den Gedanken der Vergänglichkeit sowie Wert und Symbolik des Schenkens. Anrührend, unterhaltsam, geheimisvoll - "Snegurochka" ist ein Stück zum Dahinschmelzen.

DAS SCHNEEMÄDCHEN

Es ist wirklich unerhört: Auf wundersame Weise geht aus einer Liebelei zwischen der Frühlingsfee und Väterchen Frost das wunderschöne, jedoch fragile Schneemädchen Snegurochka hervor. Um dem zürnenden Sonnengott zu widerstehen, bewahren die Eltern jeweils einen Teil ihrer Tochter bei sich: die Frühlingsfee das Herz in den Tiefen des Sees, um es vor dem Erfrieren oder Schmelzen zu bewahren und Väterchen Frost die kältebedürftige Gestalt. 

 

Um die Tochter zu schützen, verwandelt Väterchen Frost die Natur in grimmiges Eis. Doch Snegurochka wünscht sich nichts sehnlicher, als der Eiswelt zu entfliehen, um die Gefühle und das Leben der Menschenwelt zu entdecken: Hervorgelockt durch die Musik des Hirtenjungen Lel entwischt sie der Obhut des kauzigen Waldgeistes Ljeschi und gelangt in ein kleines Dorf, deren Einwohner schwer mit dem um sich greifenden Winter und ihren erkaltenden Herzen zu kämpfen haben. Einzige Hoffnung ruht auf der nahenden Sonnenwendfeier, auf der durch die Hochzeit des Adeligen Misgir und seiner Braut, Kupawa, die Wärme junger Liebe den Sonnengott besänftigen soll. 

 

Doch nichts läuft wie geplant: Beim ersten Anblick des Schneemädchens verliebt sich der Bräutigam Hals über Kopf. Und während die erboste Braut sich in ihrer Not an den mächtigen Zaren wendet, weiß das Schneemädchen bar ihres Herzens mit dem Gefühl der Liebe zunächst nichts anzufangen. Erst verwirrt, doch dann durch die Liebe der anderen langsam begreifend und selbst fühlend, lernt sie die Liebe kennen und bringt damit ihr Leben in größte Gefahr…

Textfassung: Dominik Jung, Musikalische Arrangements: Nicolai Krepart, Liedtexte: Martin Brenne, Musikalische Leitung: Marco Sanna & Yuhao Guo, Kostüme: Beatriz Obert, Bühne: Isabell Ziegler, Regieassistenz: Julia von Maydell, Regie: Irina Miller

Das Schneemädchen: Lisa Neitzke / Ines Vinkelau

Waldgeist Ljeschi: Lisa Neitzke / Mauricio Virgens

Väterchen Frost & Zar: Andrew Young

Lel: Moritz Weber-Jänichen

Bräutigam Misgir: Marco Zalaya 

Braut Kupawa: Jasmina Toh

Eishexe / Glascha / Wila: Lorena Madrid

Eishexe / Anifa / Wila: Saskia Marie Senne / Diana Petrova

Länge: ca 80 Minuten

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