Georges Bizet

Carmen

musikalisch neu arrangiert

für Flamenco-Gitarre und Zigeunerorchester



Die Oper


Wild, feurig, leidenschaftlich. Carmen ist zu Recht eine der meistgespielten und bekanntesten Opern überhaupt. Die sich in Sevilla abspielende Dreiecksbeziehung zwischen Carmen, dem Sergeanten José und dem Stierkämpfer Escamillo hat Operngeschichte geschrieben. Als berühmtestes Eifersuchtsdrama des Musiktheaters hat Carmen dazu beigetragen, dass Spanierinnen überall in der Welt als besonders temperamentvoll und heißblütig gelten. Zum besseren Verständnis der spannenden Handlung haben wir uns für eine Version mit Dialogen in deutscher Sprache entschieden, die  Arien werden auf Französisch gesungen.



Das Zigeunerorchester


In dem Ansinnen, kleine, feine, musikalisch wertvolle Projekte ins Leben zu rufen, hat die Opernwerkstatt am Rhein bislang keine Orchesterfassungen herausgebracht. Carmen bildet hier eine Ausnahme. In dieser Produktion arbeiten wir mit einem siebenköpfigen Zigeunerorchester, das von Anfang an bei allen Proben dabei ist und nicht, wie häufig üblich, nur bei den Endproben hinzukommt. Ein harmonisches Zusammenspiel zwischen  Musikern und Sängern ist damit garantiert.

Das Besondere an unserer Inszenierung ist, dass das Zigeunerorchester auf der Bühne spielt und darstellerisch in die Szenen eingebunden ist. Die Musik von Georges Bizet wurde eigens für Flamenco-Gitarre, Geige, Cajon, Kontrabaß, Klarinette, Flöte und Akkordeon neu arrangiert.



Die Bühne und ihre Farbigkeiten


Die Oper Carmen hat alles, was großes Musiktheater ausmacht: eine farbige, aufregende Handlung, Leidenschaft und Tragik. Das Stück beginnt damit, dass eine große Zigeunertruppe durch den Zuschauerraum auf die Bühne zieht. Die Männer richten ihr Lager ein, die Frauen gehen ihrer Arbeit in der Seilknüpferei nach. Die Seile sind erst praktisches Werkzeug, später Fesseln, dienen dann der Verführung und werden zuletzt zur Mordwaffe. Carmen steigert ihr leidenschaftliches Werben um Don José, bis er ihr zur Besessenheit verfällt.

 

Carmen:


Du willst mich töten, ich sehe es wohl. So steht es geschrieben, aber zum Nachgeben bringst du mich nicht.


José:


Ich bitte dich, sei vernünftig. Höre, alles Vergangene ist vergessen. Und doch warst du es, wie du weißt, die mich ins Verderben gestürzt hat. Deinetwegen bin ich zum Räuber und Mörder geworden. Carmen! Meine Carmen! Laß mich dich retten und mich mit dir.


Carmen:


José, du verlangst Unmögliches. Ich liebe dich nicht mehr; du aber liebst mich noch und deswegen willst du mich töten. Ich könnte dich wohl wieder belügen, aber ich will mir nicht mehr die Mühe machen. Alles ist aus zwischen uns. Als mein rom hast du das Recht, deine romi zu töten; aber Carmen wird immer frei sein. Als calli ist sie geboren, als calli wird sie sterben.


Prosper Mérimée

Regie: Sascha von Donat, Ausstattung: Saskia Vollmer, Choreographie: Rebekka Schäfer,


Musikalische Leitung & Kontrabaß: Martin Genahl, Gitarre: Dirk Beiersdörfer,

Cajon: Marion Ahl, Geige: Aroa Sorin, Querflöte: Meta Poppelreiter

Klarinette: Annette Maye, Akkordeon: Martin Kübert


Carmen: Christina Baader, Micaela: Esther Natalie Hock, Mercedes: Britta Glaser / Dominique Bilitza, Frasquita: Carrie Dimaculangan / Helene Niggemeier,

Manuelita: Carla Wengenmayr


Don José: Johannes Lehner, Escamillo: Mauricio Virgens, Dancairo: Philip Farmand, Remendado: Mircea Cretulescu, Zuniga: William Cohn, Morales: Matthias Eschli,

Carlos: Christian Wenzel